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Auszeit vom Alltag

Harmonie und Ruhe finden im Rahmen einer Garten-Kreuzfahrt

 

Ein Garten als Geschenk? Kaum eine andere Grünfläche verkörpert den Stellenwert eines chinesischen Gartens besser als der Yu-Yuan-Garten in der Altstadt von Schanghai: Pan Yunduan, ein hoher Beamter der Ming-Dynastie, ließ den heute weltbekannten Park Mitte des 16. Jahrhunderts für seine Eltern anlegen, als Platz der Freude und Erholung. „Garten der Zufriedenheit“ wird er auch genannt, und dieser Name verdeutlicht, was ein chinesischer Garten bezwecken soll: den Besucher auf eine Reise in die perfekte Welt mitzunehmen und ihn für die Länge des Verweilens von allen Sorgen seines Alltags zu befreien. Und kaum gelingt es, diesem Zauber zu widerstehen: Ein eigenes kleines Reich tut sich im Yu-Yuan-Garten auf, mit Pavillons, die als Ausguck auf die sich davor ausbreitende Landschaft dienen, Steinbänken, die zum Innehalten verführen, und faszinierend gestalteten Felsarrangements oder Pflanzengruppen, die das Auge fesseln. Fasst man von einer niedrigen Brücke aus ins Wasser, tummeln sich schnell Dutzende neugierige Goldfische an der aufgewühlten Oberfläche und kitzeln die Haut. Daneben bilden alte, knorrige Bäume eine schattige Oase, vor deren Kulisse sich Pfingstrosen und zarte Gräser in Szene setzen. Dann wieder rücken Gebäude ins Blickfeld, Schreibzimmer oder Empfangshallen, mit Möbeln in edlem Rosenholz ausgestattet, die zu einsamer Kontemplation oder geselliger Runde einladen.

Ein chinesischer Gartenarchitekt überlässt nichts dem Zufall. Im Gegensatz zu einer europäischen Anlage steht hier nicht die Präsentation von Pflanzen im Vordergrund. Alles dreht sich um die harmonische Komposition der unterschiedlichen Gestaltungselemente – Wasser, Himmel, Erde, Steine, Gebäude und Objekte. In China bildet der Garten das ideale Universum im Miniformat ab. Mit zahlreichen Tricks versuchen die Gestalter, dem Besucher Unendlichkeit vorzugaukeln. So verlaufen die Wege in eleganten Kurven, um länger zu erscheinen, und nie wird man einen Pfad enden sehen, denn schnell windet er sich noch um einen Baum oder verschwindet hinter einem Felsen. Auch die Brücken, die über plätschernde Wasserläufe oder geheimnisvolle Teiche führen, haben einen tieferen Sinn: Verlaufen sie zickzackförmig, halten sie die bösen Geister fern, da sich diese nur in einer Linie bewegen können. Gleichzeitig stellen sie den Weg des Lebens dar, der niemals geradeaus führt. Brücken, die sich im Halbkreis über einen See spannen, spiegeln sich auf der Wasseroberfläche zum vollen Kreis, dem chinesischen Himmelssymbol. Da die positive Energie, das sogenannte Chi, gern in sanften Kurven fließt, verlaufen Teichufer und Wege selten in einer Geraden. Gebäude aus weiß verputzten Wänden und roten Säulen mit grauen Tonziegeldächern setzen optische Akzente. Bewusst werden sie in die Natur einbezogen, um den Besucher zum Ausruhen und Genießen der sich davor bietenden Szenerie anzuregen. Vor ihren Mauern finden sich Pflanzenarrangements, die mit dem weißen Hintergrund besonders gut zur Geltung kommen. Wohlplatzierte Findlinge, ein klingelndes Windspiel, eine Laterne oder ein streng in Form geschnittenes immergrünes Gehölz bilden zusätzliche Reize fürs Auge.

Schon Marco Polo, als einer der ersten überlieferten europäischen Chinareisenden, berichtete der hiesigen Welt von der Faszination der asiatischen Gartenkunst. Heute tun es ihm zahlreiche Urlauber gleich. Wer sich näher mit der Philosophie, die hinter den Anlagen steht, beschäftigen möchte, sollte unterschiedliche Gärten in verschiedenen Ländern aufsuchen – und dies unter kundiger Führung. Eine Garten-Kreuzfahrt setzt dieses Ziel auf ideale Weise um: Bestens organisiert und komfortabel ermöglicht sie dem Reisenden, sich an verschiedenen Stationen auf die verschlungenen Wege einer Erkundungstour durch die grünen Welten zu begeben.

Unser LCC-Tipp

Zum Eingang des Yu-Yuan-Gartens in Schanghai führt eine Zickzackbrücke mit neun Biegungen. In ihrer Mitte befindet sich ein Teehaus im historischen Stil, das zur gemütlichen Pause vor dem Gartenbesuch einlädt. Unbedingt probieren: zu Blüten gepresste Teeblätter, die sich im heißen Wasser entfalten.