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Usbekistan mit Marco Polo Reisen

Ich war dann mal in … Usbekistan!

Am 14.06. ging es dann los ab Frankfurt mit Usbekistan Airways nach Taschkent, nur 6 Stunden Flug und positiv überrascht vom Service an Bord. Es war aufgrund der Zeitverschiebung schon fast Mitternacht, als wir angekommen sind. Es war wunderbar warm- angenehme 20 Grad. Unsere Reiseleitung von Marco – Ihr Name war Barno- hieß uns herzlich willkommen und nach einer urzen Fahrt erreichten wir unser Hotel für die Nacht. Meine Befürchtungen wurden nicht erfüllt- im Gegenteil, das Hotel war ordentlich, sauber und nach (einfachem) europäischen Standard eingerichtet.

Nach einem guten Frühstück habe ich erledigt, was jeder Tourist erledigen muß - Geld tauschen. Im Hotel gab es ein offizielles „Money Exchange“ Büro. Mit viel Formularaufwand bekam ich für 30 EUR einen ganzen Packen Geld- dieser paßte nicht in das Portmonei, denn 1 Euro entsprecht 2500 Sum, also hatte ich plötzlich statt drei 75 Scheine! Danach habe ich immer bei unseren Busfahrern getauscht, das ging schneller und der Kurs war der gleiche.

Nun wurden wir zum nationalen Flughafen von Taschkent gebracht, dieser ist so neu, daß an diesem Tag wohl nur unseren Flug ab zu fertigen hatte, denn bis auf 3 weitere Personen, waren wir die Einzigen im Gebäude. Übrigens war auch dieser Flug (eine Iljuschin) unerwartet komfortabel.

Buchara ist kein Traum, aber pure Magie! Ich habe mich im Zentrum der Stadt umgeschaut – fast alle Bauwerke stammen aus der Glanzzeit der Stadt – diese dauerte immerhin 1000 Jahre. Ich habe die Festung Ark, das Mausoleum der Samaniden, das Minarett Kalan und die Koranschule Ulug Beg gesehen.  Ich war mehr als beeindruckt.

Am Abend konnte ich in einer usbekischen Familie miterleben wie Plow (ein Nationalgericht der Usbeken) gekocht wurde  - es sah zwar nicht so aus- hat aber fantastisch geschmeckt! Gewohnt habe ich in einem typischen usbekischen Altstadthotel, dieses war liebevoll restauriert, jedes Zimmer hatte seinen eigenen Charme und war urgemütlich.

Unser Ziel am dritten Tag war Sachr-e Sabs, aber wie es oft so ist, ist der Weg das Ziel. Die Busfahrt gab mir einen Eindruck der usbekischen Landschaft, sanfte Hügel, große Baumwollfelder wechselten sich mit Industrieanlagen aus russischen Zeiten ab. Immer wieder Usbeken am Straßenrand oder auf dem Feld, die fröhlich winkten! Bis zum frühen Nachmittag, hatten wir unser Zwischenziel erreicht und sind umgestiegen auf Minibusse, um in den Bergen das Dorf Langar Ota zu besuchen. Die Wege sind abenteuerlich und wären für den großen Bus nicht zu meistern gewesen. Hier schien die Zeit stehen geblieben zu sein. Ich durfte zu Besuch in einem lehmfarbenen Bauergehöft sein. Hier lebt die ganze Großfamilie, mit Enkeln, Urenkeln, Oma, Uroma usw. Herzlich werden wir mit einem typischen Mittagessen begrüßt – persönlich nicht mein Geschmack, aber bei dieser Vielfalt ist für jeden etwas dabei. Unsere Reiseleiterin führte uns dann zu einem Pilgerziel, welches- kaum zu glauben- über die Grenzen des Dorfs bekannt ist. Es ist der Schrein von Muhammad Sadik, der Weg dorthin führte über den Friedhof (für uns eher ein Friedfeld), viele Begrabene waren über 80 Jahre alt und einige sogar über 100 Jahre alt geworden – für mich bemerkenswert- vielleicht braucht der Mensch um alt zu werden nicht so sehr die Zivilisation mit Gesundheitswesen, sondern eher die Familie, gesunde Luft und Bewegung. Mit diesen Gedanken ging die Fahrt weiter vorbei an wilden Lavendelfeldern, einem wunderschonen Blick über die Kapchigay Schlucht nach Sachr-e Sabs.

Der nächste Tag, war das Kontrastprogramm zur stillen Bergwelt. In Sachr-e Sabs waren viele Herrscher, aber niemand hat so fantastisch gebaut, wie Timur: Aksary Palast, Dorut-Tiluvat Komplex mit der Kuk-Gumbaz-Moschee. Auf dem Markt wurden meine Sinne meist unbeansprucht – unterschiedlichste Sorten von Zwiebel, Kartoffeln,  Gemüsen aller Art, die Düfte von den verschiedensten Gewürzen, bunte selbst hergestellte Süßigkeiten usw. Es wurde probiert, gefeilscht, gewogen oder einfach nur geplaudert. Alles bei einer Temperatur von guten 36 Grad… Am Nachmittag ging die Fahrt weiter nach Samarkand.

Für den heutigen Tag war eigentlich ein ausgiebiges Besichtigungsprogramm geplant, dieses mußte leider massiv gekürzt werden. Denn auch Magenprobleme gehören oft zu einem Besuch in Usbekistan dazu, europäische Mägen sind einige Dinge einfach nicht gewohnt. Ich selbst war auch betroffen und hatte eine schwere Nacht hinter mir, konnte aber dennoch am Programm teilnehmen. Hier sei vermerkt, daß europäische Medikamente kaum helfen, von den guten russischen Tabletten benötigt man nur 2. Elektrolyte in Pulverform empfehle ich für die Reiseapotheke – diese haben mir geholfen meinen Kreislauf schnell zu stabilisieren.

Der vorletzte Tag war für mich der, auf den ich mich am meisten gefreut hatte: Heute ging es zum Registan Platz! Mit geriffelten Kuppeln, Zierminarette, Blumen und Sternmosaike auf den drei Seiten des Platzes nicht umsonst der „nobelste Platz der Welt“.  Ein weiterer persönlicher Höhepunkt war die Totenstadt Schah-e Sinda, die Mausoleen, Gräber usw.- ich kann es nicht erklären, es war einfach wunderschön und höchst beeindruckend. Nach all der „steinerden“ Kultur, stand am Nachmittag ein Besuch bei einer Papiermanufaktur auf dem Programm. Hier wurde die alte Tradition der Papierherstellung aus gestampften Rinden wiederbelebt. Am Abend war der Übergang von der Vergangenheit in die Zukunft fließend- wir sind mit dem modernen Hochgeschwindigkeitszug Afrosiab-Zug (absolut gleiches Niveau wie im ICE oder TGV) nach Taschkent „gerast“.

Mein letzter Tag in Usbekistan stand unter dem Motto „Sowjeterbe bröckelt“. Die Reiseleitung erzählte und vom Neuaufbau der Stadt nach dem großen Erdbeben 64. Ich bin mit der U Bahn gefahren und war erstaunt, die Stationen sind eine Sehenswürdigkeit für sich. Jede Station ist einem speziellen Motto gestaltet, z.B. Raumfahrt: die Kacheln an den Wänden zeigen im Mosaikstil die Gesichter berühmter russischer Raumfahrer – leider ist fotografieren hier auf das allerstrengste verboten.

Ich bin sehr beeindruckt von dieser Reise. Es gibt ein Land, nur 6 Stunden Flug entfernt und ich habe eigentlich nichts über dieses Land gewußt. Die Menschen sind sehr, sehr freundlich, besonders, wenn sie sich mit den Touristen auf Russisch verständigen können, manchmal hatte ich den Eindruck, daß auch wir als Deutsche eine Art Sehenswürdigkeit waren.

von:

Irina Pawlitzki

Reisebüro Hanstedt
Bei der Kirche 32
Tel:
04184-8383
ipawlitzki@reisebuero-hanstedt.de
 

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