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Schwedisch Lappland - März 2011

Schwedisch Lappland – März 2011

Stockholm

Auf dem Weg in den hohen Norden machten wir während unseres Umstieges einen kleinen Abstecher nach Stockholm. Der Arlanda Express fährt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200km/h innerhalb von 20 Minuten vom Flughafen in die Innenstadt. Die Tickets konnten wir bereits an der Information im Flughafen kaufen und so konnten wir sofort unser Hin- und Rückfahrticket (ca. € 25,--/ EC-Kartenzahlung möglich) von innerhalb zwei Stunden nutzen.

Über die Haupteinkaufstraße gelangt man in nur ca. 10 Minuten Fußweg in die Altstadt Gamla Stan mit dem königlichen Schloss und weiteren Regierungsgebäuden. Verschlungene Gässchen, Kopfsteinpflaster und kleine Häuser reihen sich aneinander. Viele Restaurants und kleine Geschäfte laden zum Stöbern und Verweilen ein. Leider war unser Aufenthalt hier viel zu kurz.

Skellefteå

Unsere Tour in Schwedisch Lappland begann in Skellefteå (sprich Schellefteo). Schon aus den Fenstern des Flugzeuges konnten wir deutlich den Schnee erkennen. Kalte, erfrischende Luft begrüßte uns und nach einem herzlichen Willkommen durch unsere Reiseleitung Annkia fuhren wir mit einem hochmodernen Konferenzbus zu unserem ersten Hotel.

Das Hotel Stiftgården am Stadtrand von Skellefteå erfüllte alle unsere Erwartungen an Schweden. Rote und gelbe mit Schnee bedeckte Holzhäuschen, bildeten einen Innenhof am Rande einer Kirche. Wir fühlten uns in unsere Kinderbuchzeit zurückversetzt. Das kleine Hotel, mit 30 Zimmern, verfügt nicht nur über ein schickes und gutes Restaurant, sondern auch über diverse Tagungsräume und einen urigen, unterirdischen Weinkeller.

Von hier aus ging es am nächsten Morgen zu dem ersten sportlichen Programmpunkt. Im Skellefteå Drive Center können Gruppen, aber auch individual Touristen, Fahrsicherheitstrainings auf dem Eis absolvieren, z.B. ein Feuerwehrauto fahren und ein paar Grenzen austesten – alle Aktivitäten sind hier auch im Sommer möglich.

Wir fahren weiter durch die verschneiten Wälder bis nach Svansele. Die Sonne zauberte herrliche Reflexe auf den Schnee. Hier besuchen wir ein Wilderness Center. Der Eigentümer hat die rustikalen Häuser, die die größte Sammlung von präparierten Tieren beinhaltet (der Großteil ist durch Autounfälle verstorben), alle selber gebaut und träumt von noch mehr. Nach einem heißen Kaffee am offenen Feuer erfahren wir von seinem Vorhaben „Stoorn“.

Stoorn, ein riesiger hölzerner Elch auf dem schwedischen Berg Vithatten, wird eine innovative Touristen Attraktion werden. Bei einer Höhe von 45 Metern, 47 m Länge und 12 m Breite bietet der Elch genug Platz für 350 Besucher - sowohl auf dem Gebiet des kommerziellen Tourismus mit einem großzügigen Restaurant, als auch auf Businessseite, mit modernsten Ausstellungs- und Konferenzräumen.

Weiter geht es, mit warmen Schneeanzügen, die man übrigens überall bei Schnee- Aktivitäten erhält, mit den Schneemobilen in den Wald. Eine rasante Fahrt durch die Wälder beginnt. Ab und zu sehen wir Elche, die verdutzt die Hälse nach uns recken.
Die Fahrt endet an einer kleinen, natürlich selbstgebauten, Holzhütte. Um ein Lagerfeuer liegen Felle und wir machen es uns gemütlich während unser Abendessen über dem Feuer in der Hütte zubereitet wird. Nach dem köstlichen Essen in der behaglichen Hütte wartet bereits die nächste Überraschung auf uns.
Die holzbefeuerten Saunen sind bereits heiß und erwarten uns. Die Frauen und Männer verschwinden jeweils in ihre eigene Sauna. Um die Entspannung perfekt zu machen, geht es nach der Abkühlung im Schnee in die warmen Hot Tubes unter freiem Himmel. Leider ist dieser bewölkt und so bleiben die Nordlichter für uns unsichtbar.
Wieder warm eingepackt, geht es dieses Mal eine kürzere Strecke, nun bereits durch den dunklen Wald, zurück bis zum Camp.

Piteå

Unser nächster Stopp war Pite Havsbad, ein begehrtes Familienstrandbad für die Sommermonate. Hier gibt es zahlreiche Freizeitaktivitäten für Kinder und Erwachsenen sowie einen sehr großen Tagungs- und Seminarbereich. Von Strand und Meer war allerdings nichts zu sehen, denn die Schneedecke zog sich über das eigentlich so nahe Meer bis hin zum Horizont. Die Sonne wärmte uns auch an diesem Tag und der Schnee glitzerte. 

Von hier ging es wieder mit Schneemobilen und warmer Winterkleidung hinaus auf das Meer. In der Ferne konnte man bereits den Eisbrecher erkennen, der sich schwermütig den Weg durch das Eis kämpfte. Wir drehten ein paar Runden, bis der Eisbrecher seine Position erreicht hatte. Wir parkten die Schneemobile und wurden mit einem warmen Getränk begrüßt. Schon komisch so auf dem offenen Meer zu stehen, das Boot vor einem und dazwischen die teilweise aufgebrochenen Eisschollen. Bevor es auf das Schiff ging, konnten wir in Thermoanzüge schlüpfen und ein Eisbad nehmen. An einem Seil gesichert traute sich einer nach dem anderen in das eiskalte, dunkle Wasser. Durch den Anzug trieb man fast wie auf einem Salzsee an der Wasseroberfläche. Nur wenn man die Beine herunterzog, baute sich ein beängstigender Druck auf und die Kälte kroch langsam empor. Dann bahnte sich der Eisbrecher wieder seinen Weg durch die Eisschicht. An Bord konnten wir uns bei einer heißen und deftigen Fischsuppe aufwärmen und dann in der Sonne sitzend die Fahrt genießen.

Am Nachmittag ging es dann etwas lauter zu. Bei der Huskyfarm begrüßten uns ca. 60 aufgeregte Alaskian Huskys, die es alle kaum erwarten konnten vor den Schlitten gespannt zu werden. Einige mussten allerdings in den Käfigen bleiben, was natürlich eine große Enttäuschung hervorrief und unter Protest bejault wurde. Als die ersten beiden Schlitten unterwegs waren, wurde es wieder etwas ruhiger und wir konnten uns umschauen und die Schlitten in der Ferne beobachten, wie sie auf dem gefrorenen See ihre Strecke fuhren. Als wir dann an der Reihe waren, genossen wir den so oft umworbenen „Sound of Sweden“. Nur die knirschenden Hundepfoten im Schnee waren zu hören. Und so ging es mit Sonne im Gesicht um den ruhig gelegenen See herum. Ein ganz besonderes Erlebnis, das auf keiner Reise in diese Region fehlen sollte.

Luleå

Weiter führte uns unsere Tour nach Luleå, eine kleine Hafenstadt mit ca. 74 000 Einwohnern und dem 3. größten Flughafen Schwedens. Was hier bei keinem Besuch fehlen sollte, ist der Besuch von Gammelstad, der Altstadt von Luleå, etwa 20 Minuten außerhalb der Stadt. Die kleine Stadt, besteht aus einer Ansammlung von ursprünglichen roten Holzhäusern und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Bei einer Führung durch den Ort konnten wir die traditionellen Schwedischen Schlitten „Sparks“ ausprobieren und damit bis zum gemütlichen Restaurant vorfahren. Das Restaurant Kaptensgården bietet lokale Küche und ein privates aber elegantes Ambiente.

Im Elite Stadshotellet in Luleå fühlten wir uns alle sehr wohl. Zentral gelegen und mit jedem Komfort ausgestattet war dies mit eines der schönsten Hotels.

Am nächsten Tag besuchten wir das in der Nähe liegende Wilderness Camp Ebbenjarka. Tipis, Saunen, Holzhütten und sogar Seminarräume sind in dem Camp am See zu finden. Auf der gefrorenen Eisfläche war eine Kartstrecke geräumt, die wir sogleich ausprobieren konnten. Mit hoher Geschwindigkeit ging es über das Eis. Anschließend konnten wir uns beim Fahren von alten Autos mit Hinterradantrieb unter Beweis stellen.

Anschließend besuchten wir das Nordkalotten Hotel. Eine riesige Blockhütte mit einem separaten Konferenzzentrum. Schon wenn man die Lobby betritt, fühlt man sich wohl. Das urig gemütliche Ambiente zieht sich von hier bis hin zu den Restaurants und dem Wellnessbereich im Keller durch. Ein klasse Hotel für Privatpersonen oder Gruppen. Eine kurze Entfernung zum Flughafen und dennoch ruhig und nahe am Wald und zu zahlreichen Aktivitäten gelegen. Der angrenzende Konferenzbereich mit einem weiteren Restaurant fasst bis zu 700 Personen. Nur die Zimmer benötigen eine kleine Renovierung. Allgemein sind die Hotelstandards hier oben etwas einfach. Aber da man die meiste Zeit in der Natur verbringt, kann man hier schon mal drüber hinwegschauen.

Bis zum Abflug machten wir noch einen Spaziergang auf dem Meer rund um Luleå. Die polierte Fläche wurde an diesem sonnigen Wochenende von vielen Schlittschuhläufern genutzt. Links und rechts der Eisbahn gab es jeweils einen Weg aus gepresstem Schnee, der von zahlreichen Langläufern und Spaziergängern genutzt wurde.

Eine wunderbare weiße Winterlandschaft, die noch bis Ende März für Winteraktivitäten genutzt werden kann. Aber auch im Sommer hat die dann sehr grüne und mit zahlreichen Seen und Meeresengen versehene Region seine Reize.

Auf Grund unserer Flüge mit Scandinavian Airlines, mussten wir jeweils 2x umsteigen. Die Verbindungen waren dennoch sehr gut und oft hatte man nur 30 Minuten Umsteigezeit, welche durch die kleinen und übersichtlichen Flughäfen einfach zu realisieren waren. Da Luleå der 3. größte Flughafen ist, und hier 14mal täglich eine Verbindung nach Stockholm angeboten wird, ist dieser kleine nordisch Ort besonders gut zu erreichen.

 

Ihre Ramona Gawron

 

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