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Die Schönheiten Portugals erkunden

„Eine portugiesische Reise“ - Juni 2013

Dourotal- Alentejo – Algarve – Lissabon

 

Dieser Romantitel, vom verstorbenen portugiesischen Literatur Nobelpreisträger Josè Saramago kam mir auf dieser Urlaubsreise gelegentlich in den Sinn. Ein wunderschönes Land mit zumeist freundlichen, etwas melancholischen Menschen in der südwestlichen Ecke Europas. Portugal durchlebt zurzeit eine der schwersten wirtschaftlichen Krisen und kann ausländische Touristen gut gebrauchen. Ein Grund mehr wieder einmal dorthin zu reisen. In den vergangen Jahren waren wir nur zu kurzen Aufenthalten in Lissabon und Umgebung, sowie an der südlichen Algarve Küste. Höchste Zeit das Land wieder einmal von Norden nach Süden zu bereisen.

Wir wählten eine der täglichen Nonstop-Verbindungen der TAP Portugal von Hamburg nach Lissabon mit einer Flugzeit von ca. 3,5 Stunden. Es existieren aber auch eine Reihe sehr guter Umsteigeverbindungen über Frankfurt, München, Brüssel, Zürich oder Palma. Preisvergleiche sind also immer gut möglich.

 

Bei – für Mitte Juni - etwas wechselhaften Wetter, aber trockenen und angenehmen Temperaturen begrüßte uns die portugiesische Hauptstadt. Ihr Besuch war nochmals für das Ende unserer Reise vorgesehen. Die Mietwagenübergabe bei Europcar (Angebot von Olimar) erfolgte zügig und ganz wichtig, mit einem kleinen Chip für die integrierte Mautgebühren System Erkennung. Es ging schnell auf die Autobahn, die direkt am Lissaboner Flughafen vorbeiführt. Für den Chip fallen maximal € 15,00 zzgl. MwSt. an, zuzüglich der anfallenden Mautgebühren. Es ist jedoch dringend zu empfehlen, da auf vielen Autobahn Strecken keine Bargeld- oder Kartenzahlung möglich ist. Dieses „Via Verde“ genannte System ermöglicht ein erholsames Befahren der sehr guten und modernen Autobahnen in Portugal. Entspannt ist es im Besonderen auch Dank der Leere dort. Selten habe ich so wenig Fahrzeuge auf Autobahnen erlebt. Von den Einheimischen werden lieber die gut ausgebauten und kostenlosen Nationalstraßen benutzt. Es erfordert aber mehr Zeit und Nerven, denn auch der LKW Verkehr meidet meistens die Autobahnen. In gut 3 Stunden mit kurzer Pause erreichten wir das Dourotal mit seinen romantischen Weinbergen. Dem hohen Niederschlag im Frühjahr sei Dank, dass selbst zu dieser Jahreszeit noch alles herrlich grün war.

Unser zauberhaftes Quartier war die „Quinta da Pacheca“, ein kleines Weingut in Flussnähe gegenüber dem Örtchen Peso da Regua am Douro Fluß. 12 individuell eingerichtete Zimmer im klassischen Stil waren für 4 Tage unser Zuhause. Das sehr persönlich geführte Hotel verfügt auch über ein geschmackvoll eingerichtetes Restaurant mit Panoramablick auf die Weinberge, wobei wir es vorzogen, außerhalb des Hotels essen zu gehen. Die nordportugiesische Küche im Inland wird eher von Fleisch dominiert. Deftige Teile vom Schwein oder Rind und Würste, die auf einem Diätplan kaum vorkommen würden. Frischen Fisch gibt es hier und dort, aber das Nationalgericht Bacalhau (Stockfisch vom Kabeljau))fast über überall. Einige Zubereitungsarten schmecken absolut hervorragend. Unsere Favoriten sind „Bacalhau a Bras“ (mit Kartoffeln, Zwiebeln und Ei), oder „Bacalhao com Natas“ (mit Kartoffeln, Zwiebeln und Sahne). Unser erstes Abendessen in Regua wurde ein Preiserlebnis sondergleichen. In einer Churasqueria Rio, gut gefüllt mit portugiesischen Gästen ergatterten wir ein Tisch für 2 Personen am Fenster mit Blick auf den Fluss. Der offene Grill verströmte den leckeren Duft von gegrilltem Fleisch Spezialität: „Frango Piri Piri“, Hühnchen mit scharfer Chili Soße. Mit Salatplatte, selbst gemachten Pommes, einer Flasche ordentlichen Rotwein, Wasser und einem hausgemachten Caramelpudding XL Größe, durften wir für alles 19 € bezahlen. Die nächsten Abende haben wir in anderen Restaurants auch stets ordentlich gegessen und selten mehr als 30 € für zwei bezahlt.
Am nächsten Tag stand unser erster Ausflug entlang des landschaftlich wunderschönen Douro auf dem Programm. Ein Bootsausflug z. B. vom nahe gelegenen Örtchen Pinhao ist Pflicht. Es gibt mehrere Routen und auch Kombinationen mit der Bahn entlang des Flusses. Eine weitere PKW Tagestour führte uns ins Gebiet „Tràs – os – Montes“ (= hinter den Bergen), in die Stadt Braganca. Danach zur „Wiege Portugals“, in die historische Stadt Guimaraes, in der das Königreich im Jahre 1139 gegründet wurde. 2012 war die Stadt Europäische Kulturhauptstadt, was sich im Stadtbild und den vielen Sehenswürdigkeiten sehr positiv ausgewirkt hat.

Die Kulturdenkmäler wirkten äußerst gepflegt und herausgeputzt für das letztjährige Ereignis. Wir besuchten auch Vila Real mit dem bekannten Mateus Schloss, seinem zauberhaften Garten und dem anhängigen Weingut. Dessen weltweit bekannte portugiesische „Exportschlager“ Mateus Rosè ist allerdings nicht jedermanns Geschmack. Muss ja auch nicht, denn das Land hat eine Fülle von erstklassigen Weinen, besonders die wuchtigen Roten und gerade auch die Weine aus der Douro Region sind bei Kennern sehr geschätzt Aber auch der weiße „Vinho Verde“, ein junger, fruchtiger und spritziger Wein mit weniger Alkoholgehalt lässt sich gerade im Sommer gut trinken. Portwein, der vom Douro kommt, wird besonders in England, den USA, aber auch im Rest der Welt geschätzt. Nur in Portugal wird er kaum konsumiert. Höchstens der weiße Port, gekühlt und als Aperitif oder ein Gläschen „Tawny“ von zumeist älteren Damen beim „Kaffeekränzchen“.
Unsere Tagesausflüge in die Region erforderten selten mehr als 1 – 2 Std. entspannte Fahrtdauer je Richtung. Es ist zu beachten, dass die Geschäfte in den Städten mittags von 13.00 bis ca. 15.00 Uhr geschlossen sind.

Nach vier erlebnisreichen Tagen ging die Fahrt nach Süden zu unserem nächsten Ziel, dem kleinen Örtchen Marvào im Alto Alentejo. Das Navigationsgerät hatte uns ein wenig mehr als 3,5 Std. Fahrzeit ausgerechnet, aber wir wollten das angenehme Wetter und die schöne und abwechslungsreiche Landschaft genießen und machten kleine „Abstecher“ nach Castelo Branco und dem kleinen Ort Belmonte. Letzterer ist der Geburtsort von Pedro Àlvares Cabral, dem Entdecker Brasiliens. Hoch oben ein Castell mit Blick auf die Berge der Serra de Estrela, dem höchsten Gebirge des Landes. Ein mit viel Liebe aufbereitetes Entdeckermuseum und ein einzigartiges jüdisches Museum, lohnen unbedingt einen kleinen Stopp in diesem geschichtsträchtigen Örtchen.

Die Landschaft im Alentejo ist teils hügelig, im Süden flacher und geprägt von unzähligen Olivenbäumen und Korkeichen. Weidende Schafe, Stiere und Pferde bestimmen überwiegend das Bild. Viele Dörfer wirken beschaulich, gut gepflegt aber menschenleer. Hier macht sich die Landflucht bemerkbar. Wir hatten uns als Nachtquartier die Pousada „Sta. Maria“ im bezaubernden Ort Marvào ausgesucht. Schon von weitem sieht man den Ort und das mächtige Castell auf einem 860 Meter hohen Felsen thronend. Pousadas (in Spanien Paradores) sind komfortable Unterkünfte, bis vor einiger Zeit noch staatlich, die in landschaftlich reizvollen Gegenden oder in historisch bedeutsamen Orten zu finden sind, wie z.B. in Burgen und Klöster mit entsprechendem Ambiente. Es gibt aber auch, wie in unserem Fall, historische, antike Stadthäuser. Oftmals ist auch ein Restaurant mit regionalen Spezialitäten vorhanden.

Die Fahrt mit dem PKW in das von der Burgmauer umschlossene Dorf war eine „Herausforderung“. Engste Gassen bei denen der Außenspiegel eingeklappt werden musste, 50 Meter im Rückwärtsgang fahren, da Gegenverkehr ein Vorbeikommen unmöglich machte. Doch wir hatten keine Wahl, einen anderen Weg zu unserer Unterkunft gab es nicht. Geduld und Gelassenheit werden in Portugal manchmal groß geschrieben.
Ein abendlicher Burg-Rundgang kurz vor dem Sonnenuntergang, mit fantastischer Aussicht auf die portugiesische Umgebung und das nur 3 km entfernte Spanien rundeten diesen erlebnisreichen Tag ab. Am nächsten Tag folgte ein kurzer Besuch der hübschen Kleinstadt Castelo de Vide. Weitere 1 ½ Stunden später befanden wir uns in der Stadt Evora, im Zentrum des Alentejo gelegen.
Die frühere Königsresidenz mit zahllosen Adelspalästen, Kirchen und Klöstern muss man bei einem Aufenthalt im südlichen Portugal einfach besucht haben. 365 Gebäude stehen unter Denkmalsschutz und seit 1986 hat die UNESCO die Altstadt als Weltkulturerbe anerkannt. Das Wahrzeichen der Stadt, der römische Tempel, Portugals größte mittelalterliche Kathedrale aus dem 13 Jh., der Aquädukt Agua de Prata von 1537 und viele andere eindrucksvolle Bauwerke bestimmen das Stadtbild.

Unser Quartier für die nächsten drei Tage lag 2 km außerhalb der Stadtmauern, aber war auch zum Teil mittelalterlich. Seit 2005 gibt es das Hotel Convento do Espinheiro, ein luxuriöses Haus der Starwood Kette in einem ehemaligen Kloster aus dem 15 Jh., das um einen nicht störenden Neubau mit 90 Zimmern erweitert wurde. Alles ist eingebettet in eine wundervolle Landschaft mit Wiesen, Oliven-, Feigen und anderen Bäumen. Ein Swimmingpool, Tennisplätze, ein Fitnessraum mit Spa, sowie für den Winter ein Hallenbad ermöglichen hier ganzjährig einen komfortablen und vor allen Dingen erholsamen Aufenthalt. Man ist in 5 Minuten in Evora und in 90 Minuten in Lissabon.
Es folgten Tagesausflüge in die interessantesten Orte des Alentejo. Nach Arriolos, bekannt für seine wunderschönen, handgeknüpften Wollteppiche die es seit der Maurenzeit (15 Jh.) hier gibt. Die schönsten Meisterwerke sind sogar in Lissabon im „Museu de Arte Antiga“ ausgestellt. Es gibt einige Geschäfte in denen Sie „Ihren“ Teppich nach Wunschmuster und Farbe bestellen können. Es dauert nur ein paar Wochen und der Teppich wird zugeschickt. Ein weiterer Ort der Geschichte schrieb ist Vila Vicosa mit dem königlichen Palast „ Paco Ducal“ des Hauses Braganca. Im Jahre 1501 begonnen, doch erst im 18 Jh. beendet wurde das 110 Meter lange Schloss bis zum Ende der Monarchie 1910 benutzt.
Tägliche Führungen (nur in portugiesischer Sprache) zeigen einen Teil der 50 Säle mit Azulejos, Wandteppichen, Porzellan Sammlungen und kostbaren Möbeln. Die Bibliothek umfasst 50 000 historische Bände. Es gibt weiterhin noch ein Kutschen- und Waffenmuseum und die königliche Schatzkammer.

Ein weiter Ort, der bei einer Alentejo Reise nicht fehlen darf ist Estremoz. Hier wird Luxus zur Normalität, denn viele Häuser sind aus feinstem Marmor! Wegen der zahlreichen Steinbrüche in der Umgebung ist hier der Werkstoff noch „erschwinglich“. Ein schützender Mauerring umgibt auch diese 8000 Einwohner zählende Stadt, die im 14. Jh. als Königsresidenz diente.
Nach drei ausgefüllten Tagen im Alentejo führte uns die Reise endlich zu den Badestränden der Algarve.
Einige Kilometer westlich von Portimao, einer optisch nicht unbedingt attraktiven Stadt, liegt Alvor – das vorletzte Ziel unserer Reise. Der Ort liegt an einer Lagune und der Mündung des Rio de Alvor. Ein großes Angebot von Restaurants und Kneipen bieten am Abend den Urlaubern viel Abwechslung.

Der ca. 2km lange Sandstrand von Alvor ist selbst in der Hochsaison im August kaum überfüllt, man findet fast immer ausreichend Platz. Mehrere Strandrestaurants in tadellosem Zustand und moderaten Preisen bieten ein umfangreiches Speisen und Getränke Angebot bis in die Abendstunden. Als Quartier wählten wir ein sehr ruhiges Appartement außerhalb in der Nähe des Strandes in der sehr schönen Prainha Anlage (über Veranstalter Olimar). Der Zustand der Appartements ist recht unterschiedlich, da sie sich im Privatbesitz befinden und jeder Besitzer sie nach seinem Geschmack einrichtet und auch in Stand hält.

Da wir an der Algarve schon viele Urlaube verbracht haben und das Wetter einfach zu schön war, beschränkte sich unsere „Entdecker Leidenschaft“ auf einen Tagesausflug Richtung Ost - Algarve, nach Olhào, dem Fischfang Zentrum an der Südküste. Viele gute und sehr preiswerte Fischrestaurants und die restaurierte Markthalle, sind der Beleg hierfür.
Sollten Sie einen ganzen Tag Zeit haben, so machen Sie unbedingt einen Ausflug zu den beiden vorgelagerten Badeinseln Culatra und Armona. Die kleinen Fährboote benötigen ca. 45 Minuten (€ 2,50). Ein Wassertaxi schafft es schneller und kostet ca. € 20 (bis 4 Personen) Nur Fischer- und Ferienhäuser, sowie ein paar einfache Restaurants stehen auf diesen beiden flachen Inseln. Die Anreise lohnt sich, denn das Meer und der Sandstrand haben beste Karibikqualität!

Nach neun Tagen hieß es bei bestem Wetter schweren Herzens Abschied nehmen von der Algarve und die knapp 3 stündige Autofahrt führte uns ein letztes Mal auf einer wenig befahrenen Autobahn nach Lissabon.
Die zwei sehr heißen Tage nutzten wir für einen ausgedehnten Stadtbummel im Chiado Viertel und der Baixa (Unterstadt). Empfehlenswert ist ein Abendessen in den „Docas“, den ehemaligen alten Lagerhäusern und heute mit vielen Restaurants besetzt, unterhalb der Hängebrücke, Ponte 25. de Abril gelegen.

Was bei keinem Lissabon Besuch fehlen darf, ist ein Besuch der Atlantikküste. Die ½ stündige Autofahrt auf der „Marginal“ entlang des Tejo vorbei am Turm von Belem und durch die westlichen Vororte nach Estoril, Cascais und dem Strand von Guincho. Estoril, einst mondäner Badeort mit Casino und zu Beginn des 20. Jh. Exil für diverse gekrönte Häupter aus Italien, Spanien (König Juan Carlos als Kind), Serbien und Brasilien, ist auch heute noch teuerstes Wohngebiet mit Villen und Stadtpalästen, umgeben von gepflegten Gärten und Parkanlagen.

Das ehemalige „Fischerdorf“ Cascais hat sich in den letzten 30 Jahren zu einem lebhaften, sehr beliebten und hochpreisigen Wohnort an der Atlantikküste entwickelt. Ein relativ neuer Yachthafen unterhalb des Forts, ein kleiner Strand mit Fischerbooten und Fußgänger Zonen mit Restaurants, Boutiquen und sonstigen Geschäften vermitteln ein Urlaubsfeeling vor den Toren Lissabons. Kurz hinter Cascais direkt am Atlantik führt die Straße nach Norden. Ab hier überwiegt die Natur. Zur Rechten mondäne Villen, einige Hotels ,Golfplätze und traumhafte Dünenlandschaft. Links die Felsküste mit den sich brechenden Wellen des Atlantiks. Nach einigen Fahrminuten hat man immer wieder Blick auf Strände mit schroffen Felsen und am Ende liegt der große Strand von Guincho. Ein einmaliges Naturschauspiel mit geschätzten 350 Tagen Wind im Jahr. Zu gefährlich und meistens zu kalt zum Baden, aber der „Hotspot“ für Surfer, die auf ihren Brettern liegen und auf die „richtige Welle“ warten. Hier draußen am Praia do Guincho gibt es einige sehr gute Fischrestaurants, die besonders am Wochenende gut besucht sind.
Nach diesem, unserem letzten Ausflugsziel, fiel es uns besonders schwer, den Weg zum Flughafen von Lissabon und unseren Heimflug anzutreten.
Atè logo – bis bald! Wir kommen wieder, Portugal das kleine Land am Atlantik hat viel zu bieten!

Rufen Sie mich gerne an, wenn Sie eine Reise dorthin planen und vielleicht ein paar „Insider Tipps“ erfahren möchten. Wir arbeiten Ihnen auch gerne eine individuelle Rundreise aus.

 

Hamburg Süd Reiseagentur G.m.b.H.
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