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Indonesien – Rundreise durch Tana Toraja (Sulawesi)

Indonesien besteht aus über 15.000 Inseln, von denen Sulawesi eine der größten ist. Sulawesi ist vulkanischen Ursprungs, einige Vulkane sind bis heute noch aktiv. Mitten durch die Insel verläuft der Äquator und während es in Süd-Sulawesi wesentlich trockener ist, gibt es im nördlichen Hochland häufiger Niederschläge. 80% der Bevölkerung sind Muslime und 19% sind Christen, eine ethnische Besonderheit ist die Bevölkerungsgruppe der Toraja, die im zentralen Hochland lebt und deren Bestattungsbräuche eine touristische Attraktion sind.
 
Unsere 6-tägige Rundreise durch Sulawesi haben wir nach unseren individuellen Wünschen als Mietwagentour mit Privatguide geplant. Auch diese Reise haben wir mit einem Tauchurlaub kombiniert, der uns in das wunderschöne "Selayar Dive Resort" führte. Einen Bericht und weitere Informationen zu unserem Tauchurlaub finden Sie hier.
 

 

Ein Urlaub in Indonesien kann so vielfältig sein und es gibt viele denkbare Reisekombinationen. Die meisten und intensivsten Reiserlebnisse sammeln Sie auf einer Rundreise mit eigenem Guide, aber natürlich gehört ein Aufenthalt in einem schönen Strandresort auf einer der vielen indonesischen Inseln auch zu einem gelungenen Urlaub. Auch unerfahrene Taucher bwz. Tauchanfänger können schon beim Schnorcheln wundervolle Erfahrungen machen. Gerne gebe ich meine Tipps und Erfahrungen an Sie weiter. Sprechen Sie mich einfach an.

Ihr Walter Naber 

 

Ankunft in Makassar

Wir flogen von Frankfurt mit einem Zwischenstopp in Singapur nach Makassar. Dort empfängt uns unserer Guide. Die erste Nacht verbringen wir in der quirligen und verkehrsreichen Stadt, genießen noch ein leckeres Dinner auf einer Terrasse am Meer und lauschen den Karaoke-Sängerinnen und –Sängern in der Bar.

 

Tana Toraja

Auf unserer Fahrt ins Hochland kommen wir in ein Dorf, wo gerade eine Hochzeitszeremonie stattfindet. Wir sind gern gesehene Gäste und Handyfotos von uns Europäern sind fast interessanter als die Hochzeit. Nach einer Stunde geht es weiter und wir erreichen Tana Toraja. Die Angehörigen der Toraja sind vor über 2000 Jahren wahrscheinlich aus dem südchinesischen Raum eingewandert und leben bis heute ihren eigenen Glauben und Totenkult. Ein traditionelles Toraja-Dorf besteht aus schiffsförmigen Häusern, die auf Holzpfählen stehen. Die Dächer haben mehrere Bambusschichten und die Häuser sind kunstvoll verziert und bemalt.

 

Totenkult und Beerdigungszeremonie

Die Toraja glauben, dass ein Erdenleben nur ein Übergang ist, und die Seelen der Toten weiterleben. Wenn jemand stirbt, wird der Leichnam einbalsamiert und im hinteren Teil des Hauses aufgebahrt bis das Begräbniszeremoniell vollzogen ist, was manchmal Monate dauern kann.

Wir haben an einer Beerdigungszeremonie teilgenommen, zu der Hunderte von Toraja-Familien angereist waren und auf dem Festplatz wurden am Vortag Büffel und bei unserem Besuch über 100 Schweine geschlachtet und später gegessen oder an die Dorfbevölkerung verteilt. Das Abschlachten der Tiere ist nicht jedermanns Geschmack, auch wir fanden es sehr brutal und verabschiedeten uns.

Am nächsten Tag besichtigen wir verschiedene Grabhöhlen und Baumgräber. Totgeborene Babys oder tote Kleinkinder werden in speziellen Bäumen bestattet. Das Harz soll die Kinder ähnlich wie Muttermilch nähren, damit sie gemeinsam mit dem Baum wachsen. Stirbt ein Erwachsener, so hängt das von seinem sozialen Status ab, wie er bestattet wird. Die Toten werden mit wertvollen Grabbeigaben in kunstvoll geschnitzten Holzsärgen in Felsengräbern oder Höhlen beigesetzt. Vor den Eingängen der Höhlen und Felsengräber stehen auf Balkonen Holzfiguren (Tau Tau), die den Verstorbenen darstellen. Grabhöhlen und Tau-Taus erhalten jedoch nur die Adeligen. Die einfachen Leute werden oft vor den Höhlen der Adeligen bestattet.

 

Sengkang – Floating Houses auf dem Lake Tempe

Weiter geht unsere Reise nach Sengkang. In der Nähe der Stadt befindet sich der See Tempe. Am Nachmittag machen wir eine Bootsfahrt auf dem Lake Tempe, der berühmt für seine schwimmenden Häuser ist. Die Häuser bestehen aus Bambus und schwimmen je nach Wind und Strömung in verschiedene Richtungen. Es gibt etwa 200 dieser "Floating Houses" auf dem See, in denen es weder Strom noch Trinkwasser gibt. Zur Essenszubereitung wird Wasser aus dem See benutzt und abgekocht. Die Bewohner leben vom Fischfang und unter sehr einfachen Bedingungen. Wir wurden von einer Familie auf ihr Floating House eingeladen und es wurden leckere, gebratene Bananen serviert. Ein Ehepaar mit einem 3jährigen Kind und der Großvater lebten in der Hütte. Zum Sonnenuntergang fährt unser Boot wieder auf dem See zurück, wir können noch verschiedene Vogelarten und Fischer, die ihre Netze auswerfen, beobachten.


 

Bira

Am nächsten Morgen verlassen wir Sengkang und fahren weiter Richtung Süden, nach Bira. Zuvor besichtigen wir noch in einem kleinen Dorf eine Seidenspinnerei. Das ganze Dorf lebt von der Spinnerei und vor der Verarbeitung werden die Seidenfäden eingefärbt, getrocknet und dann werden die verschiedenfarbigen Spulen am Webstuhl angebracht. Jetzt können die Weberinnen die farbenprächtigen Stoffe weben und die traditionellen Sarongs anfertigen - alles in Hand- bzw. Fußarbeit. Kurz vor Bira besichtigen wir noch eine Schiffswerft, wo die berühmten Pinisi-Boote gebaut werden. 


Nach insgesamt 8 Stunden Autofahrt erreichen wir die Hafenstadt Bira. Das kleine Städtchen ist bei Touristen sehr beliebt und hat sehr schöne, weiße Sandstrände und ausgezeichnete Tauchreviere. Wir übernachten in einer gemütlichen Bungalowanlage und am nächsten Tag fahren wir zum Hafen von Bira, um mit dem Schnellboot zur Insel Selayar zu kommen. Wir freuen uns schon auf unseren anschließenden Tauchurlaub im "Selayar Dive Resort".

Preisbeispiele:

Flüge ab Frankfurt nach Makassar ab € 1.000,-
4 Tage/5 Nächte Rundreise Tana Toraja ab/bis Makassar ab € 550,- pro Person
Strandurlaub in Bira, Hotel ab € 60,- pro Person

von:

Walter Naber

Fides Reisen
Tel:
030 - 39 99 50 - 20
wnaber@fides-reisen.de
 

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