Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Detaillierte Informationen zur Verwendung von Cookies finden Sie in unser Datenschutzerklärung.

Lufthansa City Center Reisebüros in Ihrer Nähe

Alle Lufthansa City Center anzeigen
icon message

Eine Rundreise durch Ostchina - Teil 6: Hangzhou – Die grüne Stadt am Westsee

Die letzte Station unserer Reise war Hangzhou. In Wuzhen wurden wir von unserem nächsten Chauffeur und einem neuen Guide, diesmal eine Frau, abgeholt und nach einer Stunde Autofahrt waren wir schon in Hangzhou. Die Stadt, die auch die grüne Stadt genannt wird, liegt sehr schön am Westsee in einem botanischen Garten. Dort machten wir auch gleich einen kleinen Spaziergang mit einer anschließenden Bootsfahrt auf dem Westsee. Es gibt auch viele Geschichten um diesen See, ähnlich wie zwei Königskinder, die nicht zueinander kamen, wobei die Pagode am See ein wichtiger Bestandteil dieser Überlieferung ist. Der umliegende Garten ist sehr schön angelegt und auch Mao hatte an diesem See seine Sommerresidenz.


Wir wurden von unserer Reiseführerin mit detaillierten Informationen über Hangzhou und den vielen Geschichten überschüttet und kamen nach dem Mittagessen völlig erschöpft in unserem Hotel an. Das Hotel, sowie auch viele andere Gebäude, wurden gerade für den bevorstehenden G20-Gipfel restauriert, der im Herbst in der Stadt stattfinden soll. Am Nachmittag hatten wir frei und nach einer kurzen Erholungspause machten wir uns zu Fuß auf, die Stadt zu erkunden. Im Vergleich zu Peking oder Shanghai geht es hier in Hangzhou etwas ruhiger zu, auch der Verkehr ist nicht ganz so überlastet.


Zum Sonnenuntergang spazierten wir wieder zum Westsee und kamen gerade rechtzeitig, um die Sonne hinter der Pagode auf dem Hügel untergehen zu sehen. Das Abendrot tauchte den See in eine stimmungsvolle Kulisse. Wir beobachteten das bunte Treiben an der Uferpromenade, unzählige chinesische Familien mit fein herausgeputzten Kindern vergnügten sich hier. Menschenmassen umsäumten den See, weil alle auf das große Spektakel warteten, die Theatershow mit illuminierten Wasserspielen auf dem See. Diese sollten ab Einbuch der Dunkelheit stündlich stattfinden, unter der Regie des Künstlers, der schon in Pingyao die sensationelle Theatershow inszenierte. Ein Polizist brüllte ständig etwas in ein Megaphon, was wir natürlich nicht verstanden und auch die Chinesen, wussten nicht genau, ob und wann nun die Show beginnt. Irgendwann sahen wir eine Leuchttafel mit chinesischen Schriftzeichen. Dank moderner Technik konnten wir uns eine Übersetzungs-App herunterladen und wenn man mit dem Smartphone den Text gescannt hat, wurde dieser ins Englische übersetzt. Nun stand endgültig fest, dass die Show ins Wasser fiel, wegen zu vielen Besuchern und angeblicher Panikgefahr. Enttäuscht liefen wir zurück ins Hotel.


Am nächsten Tag hatten wir wieder volles Programm mit unserer Reiseführerin und unzähligen Informationen über Geschichte, aktuelle Politik und Lebensweise der Bevölkerung. Zuerst besichtigten wir die Altstadt von Hangzhou mit hübsch restaurierten alten Holzhäusern und einer der ältesten Apotheken Chinas. Die Apotheke, in der heute noch die Kräutermischungen täglich frisch zubereitet, abgewogen und verkauft werden, ist gleichzeitig ein Museum, in dem in verschiedenen Vitrinen auch exotische Ingredienzien ausgestellt werden, die vermeintliche Wunderheilmittel sind.


Bei strömendem Regen fuhren wir dann zu einer riesigen Teeplantage, dort befindet sich auch ein sehr interessantes Teemuseum, in dem die Geschichte des Tees sehr anschaulich gezeigt wird und wo wir auch an einer Teezeremonie teilnahmen.


Anschließend fuhren wir zur Pagode der sechs Harmonien und kletterten die Treppen der etwa sechzig Meter hohen Pagode hinauf. Die Pagode ist innen mit sehr hübschen und bunten Malereien verziert und von den Öffnungen der Laufgänge hatten wir wunderschöne Ausblicke entweder auf die Regen verhangenen Hügel oder auf den in Nebel gehüllten Kaiserkanal, der hier ins Meer fließt, das wirkte fast gespenstisch. Über dem Kaiserkanal befindet sich eine alte Steinbrücke und oft gibt es an dieser Stelle sehr starke Strömungen und meterhohe Springfluten, deshalb finden hier alljährlich Surfmeisterschaften statt.


Am Nachmittag wollten wir noch einige Besorgungen machen, aber es war unmöglich, simple Gebrauchsartikel zu bekommen, da selbst in den riesigen Shopping-Centern nur teure Markenartikel und Designerware angeboten wurden.


Am Abend suchten wir verzweifelt ein Lokal und fanden ein Fischlokal. Hier schwammen die Fische noch in den Bassins bevor sie serviert wurden. Denn der Chinese sagt, dass man alles essen kann, was vier Beine hat, außer Tisch und Stühle und alles was im Wasser schwimmt, außer U-Boote. Es war sehr schwierig, hier eine Auswahl zu treffen und unser Menü zusammen zustellen, es gab zwar Bildtafeln mit den angebotenen Speisen, aber weder diese noch die Übersetzungs-App waren hilfreich. So ließen wir uns einfach überraschen, was serviert wurde und wir wurden nicht enttäuscht.
Abschließend machten wir noch einen kleinen Abendspaziergang am Kaiserkanal und bewunderten die nächtliche, illuminierte Kulisse von Hangzhou.

Nach einer spannenden und erlebnisreichen Rundreise durch Ostchina ging es dann am nächsten Tag leider wieder zurück nach Deutschland.

Zurück zu Teil 1: Überblick

 

Fotos © Nannette Schroedter

von:

Walter Naber

Fides Reisen
Tel:
030 - 39 99 50 - 20
wnaber@fides-reisen.de
 

Zertifizierungen

  • Beste Kundenberatung – Handelsblatt