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Eine Rundreise durch Ostchina - Teil 5: Das Wasserdorf Wuzhen

Das Wasserdorf Wuzhen, etwa 120 km südwestlich von Shanghai gelegen, ist das bekannteste von insgesamt 6 Wasserdörfern, die in dieser Region liegen. Nach knapp zwei Stunden Autofahrt mit unserem Privatchauffeur kamen wir in Wuzhen an.


Das historische Dorf mit seinen kleinen Kanälen und über 100 Steinbrücken wurde liebevoll restauriert und ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Entsprechend wälzen sich hier besonders am Wochenende die Touristenscharen durch die engen Gassen. Wuzhen ist heute ein Museumsdorf, das eine besondere Atmosphäre ausstrahlt. In dem Dorf wird auch noch das alte Handwerk praktiziert, so besichtigten wir auch eine Schnapsbrennerei und eine Stofffärberei. Im Hof der Stofffärberei wehten tausende, meterlange blaue Tücher im Wind und boten den Besuchern ein optimales Fotomotiv.


Wir hatten etwas Pech und es regnete den ganzen Tag, als wir in Wuzhen ankamen. Das hatte allerdings auch einen besonderen Reiz, so wirkten die in Nebel verhüllten Kanäle, auf denen die alten Holzboote mit den Touristen dahin trieben, fast mystisch.


Nach einem kleinen Rundgang durchs Dorf checkten wir im Hotel Tong An ein. Es liegt direkt am Hauptkanal und von dem kleinen Holzbalkon unseres Zimmers hatten wir einen schönen Blick aufs Wasser und konnten so die vorbeifahrenden Boote gut beobachten. Das Hotel hatte sogar im Innenhof einen kleinen Swimmingpool, was aber überhaupt nicht in das Bild einer vergangenen Zeit passte.


Der Regen hielt uns nicht davon ab, das chinesische „Klein-Venedig“ zu erkunden und wir entdeckten viele interessante Stellen und Gebäude im Ort: das alte Postamt, ein kleines Restaurant mit einem wunderschönen verzierten Herd, auf dem die Speisen zubereitet wurden, alte Holzschnitzereien an den Häusern und vieles mehr. Nach dem Abendessen bummelten wir noch etwas durch die Gassen und im Dunkeln bot sich uns mit den vielen beleuchteten Häusern und Brücken ein besonders malerisches Bild von Wuzhen.


Am nächsten Morgen schien endlich wieder die Sonne und löste langsam den Frühnebel auf, der noch wie ein zarter Schleier auf dem Wasser lag. Nach einem leckeren Frühstück im Innenhof des Hotels, bei dem wir die ersten Sonnenstrahlen genossen, machten wir uns erneut zu einem Bummel durch das Dorf auf. Bei Licht wirkte Wuzhen jetzt ganz anders und früh waren auch noch nicht so viele Touristen unterwegs, denn die meisten Besucher machen nur Tagesausflüge hierher. Doch es lohnt sich unbedingt in Wuzhen zu übernachten, um diese Morgenstimmung zu erleben. Am Ende des Ortes steht eine kleine Pagode, auf die wir kletterten und von hier oben hatten wir einen schönen Ausblick auf das Wasserdorf mit seinen vielen Kanälen und Brücken. Auf dem Rückweg schlenderten wir durch ein paar Nebengassen, wo wir verlassene Häuser mit hübschen Innenhöfen entdeckten. Eines der Gebäude weckte besonders unsere Neugier und wir betraten es. Wie erstaunt waren wir, als wir in einem kleinen Theatersaal ankamen und dort eine phantastische Installation bewunderten. Auf der Bühne stand ein riesiger Webstuhl, an dem eine Frau saß und webte, während sich die Fäden des Webstuhls durch den gesamten Theatersaal bis zu den Sitzreihen erstreckten. Auf sämtlichen Sitzen waren große Spulen angebracht, die die Fäden mit dem Webstuhl auf der Bühne verbanden. Das Sonnenlicht von draußen fiel genau auf die Fäden, die den Theatersaal durchzogen und das sah wunderschön aus. Später erfuhren wir, dass dies ein Teil einer Kunstausstellung war, denn alljährlich findet im Frühjahr die Contemporary Art Exhibition in Wuzhen statt, an der viele internationale Künstler teilnehmen. Wir bedauerten es sehr, dass wir zuvor davon nichts erfahren haben, waren aber glücklich, dass wir zufällig diese beeindruckende Theaterinstallation entdeckt haben.
 

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Fotos © Nannette Schroedter

von:

Walter Naber

Fides Reisen
Tel:
030 - 39 99 50 - 20
wnaber@fides-reisen.de
 

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