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Namibia - das Land der Kontraste

Namibia – Mai 2013

Am 26.04. geht es abends los in Richtung Frankfurt, um von dort über Johannesburg nach Windhoek zu fliegen. Das erste Mal an Bord der SAA bin ich überrascht, wie ausgebucht die Maschine ist. Nach Ankunft in Johannesburg um 07.25 Uhr geht es normalerweise mit dem direkten Anschlussflug weiter. Wir nehmen den Weiterflug um 13.15 Uhr und nutzen die Zwischenzeit, um in dem kleinen Boutique-Hotel „ARH“, ca. 20 Minuten vom Flughafen entfernt, zu frühstücken. Eine richtige Oase in einem gesicherten Vorort von Johannesburg: 5 Sterne mit 9 Zimmern, Garten und Pool. Die deutschsprechende Hotelleitung aus den Niederlanden freut sich über unseren Besuch und ich kann nur sagen: „ein perfekter Start einer Reise oder auch Abschluss, bevor eine Heimreise angetreten wird.“

Weiter geht es nach Windhoek. Dort angekommen begrüßt uns unser deutschsprechender, in Namibia geborener Reiseleiter: Stefan Rust. Schnell wird deutlich, wie persönlich und familiär es in einer so kleinen Gruppe zugeht. Wir sind 12 Personen + Reisebegleitung von Chamäleon Reisen (Tom Andersch) + Reiseleiter von Pack Safari (Stefan Rust). Wir sind gleich alle per „Du“ und voller Abenteuerlust fahren wir los. Wir fahren in einem Minireisebus mit 16 Sitzen. Jeder hat einen Fensterplatz, was großartig ist, denn die großen Schiebefenster eignen sich hervorragend zum Fotografieren und Tierbeobachtungen. Es gibt eine Getränkekühlbox, so dass wir uns stets mit Wasser versorgen können.

Unser erstes Ziel ist nur eine halbe Stunde vom Flughafen entfernt: Windhoek Innenstadt. Auf dem Weg sehen wir eine Antilopenherde und jemand aus der Gruppe hatte das Glück, gleich zwei Geparden entdeckt zu haben. Nach Ankunft im Gästehaus Tamboti beziehen wir kurz die Zimmer, um uns gleich weiter auf eine kurze Stadtrundfahrt zu begeben.

Wir halten für einen Besuch des Herero-Marktes (Handelsplatz der Einheimischen) und werden nach einer kurzen Weiterfahrt bereits von den Frauen von „Penduka“ erwartet. Angefangen mit 4 Frauen, sind es heute, dank der Chamäleon-Stiftung, schon 45! Es handelt sich hierbei um ein Spendenprojekt. Doch geht es nicht etwa um Geldspenden, sondern viel mehr um Dinge, die zur Selbsthilfe beitragen wie z.B. Nähmaschinen, Töpferofen,…und heute stellen die Penduka-Frauen wunderschöne Dinge her, die Sie dann verkaufen, um bescheiden davon zu leben. Voller Stolz und Lebensfreude tanzen und kochen die Frauen für uns – wobei gesagt werden darf, dass die dicken, gegrillten Raupen kaum angerührt wurden J

Müde fallen wir nach einem wirklich sehr lustigen Abend ins Bett, um uns am nächsten Morgen um 08.00 Uhr in Richtung A little Sossus Lodge zu machen. Wir durchfahren das Auas-Gebirge bis zum Naukluft-Gebirge, wo die Wüste bereits beginnt. Stefan erzählt uns unterwegs Dinge über die Vogelwelt und Natur. Es ist herrlich angenehm, durch so wunderschöne Landschaften zu fahren und sich durch die Erzählungen berieseln zu lassen. Zum Mittagessen erleben wir eine besonders schöne Erfahrung. Wir sind zu Gast bei Conny, einer Baster-Frau. Die Baster sind eine kleine Volksgruppe und Nachfahren der Khoikhoi und weißen Siedlern. Conny bekocht uns und platzt vor Stolz, weil es uns so gut schmeckt.

Und es sind genau solche Begegnungen, die das Reisen mit Chamäleon so einzigartig machen.
Die A little Sossus Lodge liegt am Rande der Namib-Wüste. Auch hier werden wir auf Deutsch begrüßt. Jeder Gast hat ein kleines Steinchalet mit Terrasse für sich. Der Ausblick aus meinem Panorama-Fenster auf die gelbe Grassteppe und die weite Ebene ist atemberaubend und lädt zum Verweilen ein. Innen ist alles gemütlich aus Stein. Am Nachmittag haben wir Zeit, um am Pool zu entspannen. Abends sitzen wir draußen und genießen die sehr gute Küche bei Kerzenschein und Fackeln.

Um 4.00 Uhr klingelt der Wecker und kurze Zeit später sind wir unterwegs zu den gigantischen Dünen des Sossusvlei. Kurz nach Sonnenaufgang erreichen wir die Düne 45, die wir erklimmen können – ohne Zwang, nur wer möchte. Das Licht, die Farben und die Schattenspiele fesseln mich ungemein. Wunderschöne Fotos entstehen und oben angekommen, wählen wir einen anderen Weg nach unten: lachend laufen und springen wir die steile Düne an der Seite wieder herunter. Ein großer Spaß!! Unten leeren wir unsere Schuhe und vergleichen, wer den größten „Sandhaufen“ hat. Danach setzen wir uns gemütlich unter einen großen Baum und machen uns über die Frühstückstüten her, die wir von unserer Lodge mitbekommen haben. Die letzten Kilometer steigen wir um auf Allradfahrzeuge, da unser Bus die Sandmassen nicht bewältigen kann. Wir erkunden zu Fuß die weitere Dünenwelt, einen Trockenfluss und das Dead Vlei mit seinen über 500 Jahre alten abgestorbenen Akazien und als Abschluss den Sesriem-Canyon, den der Trockenfluss Tsauchab zwei Millionen Jahre lang in das Sedimentgestein hineingefressen hat.

Die Namib Desert Lodge liegt nördlich von Sesriem auf einer wunderschönen Farm am Rand einer Dünenlandschaft. Wir haben wieder etwas Zeit, diese schöne Lodge zu genießen. So etwa an einem der beiden Pools oder aber bei einem Kaffee auf der Terrasse mit Blick auf die Wasserstelle, die regelmäßig von Oryxantilopen und Springböcken besucht wird.

Am späten Nachmittag folgt eine Überraschung und für mich ist dies ein persönliches Highlight der Reise. Wir fahren mit Jeeps durch die traumhafte, stille Graslandschaft, vorbei an Oryxantilopen und sind fasziniert vom Licht und den Farben. Unterwegs erhalten wir vom deutschsprechenden Hotelpersonal weitere Einblicke in Natur und Fauna und staunen nicht schlecht, als wir zum Sonnenuntergang auf einer Düne halt machen, ein Tisch aufgebaut wird, um kleine Snacks und Cocktails bereitzustellen. Eine tolle Überraschung. Schweigend genießen wir und lassen die Sonne untergehen. Nach einem leckeren Abendessen fallen wir müde ins Bett.

Früh am nächsten Morgen verabschieden wir uns nach dem Frühstück von den glücklichen, deutschen Hotelmanagern in Richtung Küste nach Swakopmund. Wieder einmal durchfahren wir eine tolle Landschaft am Namib-Naukluft-Park entlang zum Kuiseb-Canyon. Zu Fuß laufen wir zum ehemaligen Unterschlupf zweier deutscher Forscher, die sich während des zweiten Weltkrieges hier versteckt hielten. Wir lauschen Stefan, der uns die Geschichte der Beiden erzählt.

Weiter geht es durch eine Mondlandschaft nach Swakopmund. Unterwegs legen wir einen Stopp ein, mitten in der Wüste, bei einer 850 Jahre alten Pflanze: der wundersamen Welwitschia mirabilis. In Swakopmund angekommen werden wir auf zwei Unterkünfte verteilt. Die Pension à la Mer liegt direkt in der Stadt und das Sea Breeze Guesthouse etwas außerhalb. Beide Unterkünfte sind wieder einmal sehr schön ausgewählt.

Einige nutzen die Zeit für einen Stadtbummel, andere genießen die kühle Brise am Meer. Sehr angenehm nach der trockenen und heißen Luft bisher. Abends machen wir uns schick und verbringen einen bezaubernden Abend in einem Restaurant, direkt am Ende des Piers. Wir haben einen tollen Tisch mit herrlichem Ausblick auf das Meer. Es gibt viel Fisch, Austern, Prawns und auch viel guten Wein…

Alle wieder an Bord geht es am nächsten Morgen weiter – in den Etosha Nationalpark. Nach Ankunft bleibt noch Zeit für eine kurze Safari, auf der wir bereits Giraffen, Springböcke, einen Schakal, Zebras, Strauße und Elefanten entdecken. Unser Bus ist dafür bestens geeignet, denn aufgrund seiner Höhe haben wir einen perfekten Überblick. Stefan fährt die ganze Zeit über selbst, so dass wir überall anhalten können, wenn jemand aus der Gruppe etwas entdeckt hat oder er uns selbst etwas zeigen möchte.

Das Etosha Safari Camp gefällt uns allen richtig gut. Bei Lagerfeuer und Live-Musik laben wir uns an einem leckeren Buffet mit u.a. Kudu-Steak und anderen einheimischen Gerichten. Das Camp verfügt über einen Pool und man war hier sehr kreativ… so nimmt man z.B. Platz auf einem Stuhl aus Gummireifen oder einer auseinander geschnittenen Badewanne. Reclycling ist alles! Durch ein tolles Frühstück gestärkt, verbringen wir den Vormittag mit Tierbeobachtung im Etosha Park, sehen die Fata Morgana, die durch Sonneneinstrahlung auf der Salzpfanne entsteht und machen schließlich Stopp für ein Mittagessen an der Wasserstelle „Klein-Namutoni“, während Warzenschweine, Zebras, Adler und viele Tiere mehr des Weges kommen.

Leider haben wir nicht das Glück, einen Geparden, Leoparden oder gar Löwen zu sehen. Schade! Aber eine Hyäne zeigt sich uns noch einmal. Für die nächsten zwei Nächte in der Umgebung von Grootfontein werden wir wieder aufgeteilt. Unterschiedlicher können die Unterkünfte kaum sein. Seidarap (lesen Sie es einmal rückwärts…) ist sehr persönlich und familiär geführt. Der vordere Teil des Gartens ist sehr schön angelegt und so genießen wir auf einer Liege am Pool oder auf dem Rasen die Sonnenstrahlen. Abends wird gegrillt und Silvia und Stephan, die das Hotel führen, sitzen mit uns am Tisch. Stephan hat das Haus von seinem Großvater übernommen. Die Zimmer sind alle von Stephan persönlich ausgebaut worden und haben dadurch ihren ganz eigenen Charme - so richtig zum Wohlfühlen.

Die Gästefarm Ghaub liegt im Otavi-Dreieck und hat einen geschichtlichen Hintergrund. Hier war 1895 eine Missionsstation gegründet worden, die in den 1950er aufgegeben wurde. Die historischen Gebäude sind wundervoll renoviert werden. Die Gästefarm ist sehr weitläufig, sehr grün und mein erster Gedanke ist, dass ich auf die „Southfork Ranch“ in Dallas versetzt wurde oder mich auf einem Golfplatz befinde. Zwischen dem Unterkunftswechsel verbringen wir einen Tag bei den Buschmännern, im Historic Living Village der San, in der Kalahari. Wir gehen gemeinsam durch den Busch und erhalten eine sehr unterhaltsame Präsentation und Vorführung eines Buschmannes über gewisse Sträucher und Büsche. Wir verständigen uns durch die englische Übersetzung eines jüngeren San, aber noch viel mehr durch die hervorragenden, schauspielerischen Einlagen.

Danach lernen wir Feuer zu machen und wie Jagdwerkzeug hergestellt wird. Wir Frauen versuchen uns gemeinsam mit je einer Buschfrau am Schmuckbasteln und behalten die jeweilige Kette und das Armband hinterher, während unsere Männer Bogenschießen üben. Danach singen und tanzen die San für uns und hätten sich ganz sicher gefreut, wenn wir mitgemacht hätten, doch konnten wir uns bei den sehr heißen Temperaturen nicht so richtig motivieren.

Am nächsten Morgen geht es zu unserer letzten Station der Reise, wieder zurück an Windhoek vorbei, zur Onjala Lodge. Wir fahren über Otjiwarongo und Okahandja bis in das zentrale namibische Hochland. Nach Ankunft erkunden wir erst einmal auf eigene Faust diese wunderschöne Lodge. Alles ist aus Naturmaterialen eingerichtet. Mein Zimmer geht über zwei Etagen und ich habe zwei Balkone, einmal mit Blick in einen Innenhof mit Pool und zur anderen Seite mit einem Panoramablick über die endlose, typische Landschaft. Ein weiterer Pool befindet sich auf einer Anhöhe, von dem man einen fantastischen Blick hat. Dort oben sehen wir wieder einmal einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Bevor am Abend gegrillt wird, erleben wir die Einweihung einer Sternwarte. Extra angereist zur Eröffnung und zum Durchschneiden des roten Bandes ist Ingo Lies, Geschäftsführer von Chamäleon Reisen und Mitinhaber dieser wunderschönen Lodge. So konnten wir, sowie zukünftig alle Gäste, den klaren Sternenhimmel Namibias näher beobachten und kennenlernen. Besonders eingeprägt hat sich bei mir der Anblick des Saturns. Ein eindrucksvoller, gelungener und abgerundeter letzter Abend.

Am nächsten Morgen um 06.00 Uhr geht es auf eine letzte Pirschfahrt mit Pieter. Pieter kennt die Farm in- und auswendig, da er hier aufgewachsen ist. So weiß er genau, wo er uns hinfahren muss, damit wir viele Tiere sehen. Das gerade geborene Giraffenbaby (14 Tage alt) sehen wir leider nicht. Es ist eisig kalt an diesem Morgen und nun wissen wir auch, warum wir Mütze und Schal einpacken sollten. Und da dies alles noch nicht genug war, überrascht uns Ingo inmitten der Landschaft auf einer Anhöhe mit einem Frühstück. Bei Spiegeleiern, Obstsalat,…Kaffee und Tee lassen wir es uns schweigend gutgehen und blicken in die Ferne.

Bevor es endgültig „Abschied nehmen“ heißt von diesem wunderschönen, faszinierenden Land, dürfen wir jeder eine Massage auswählen und diese im Outdoor-Spa genießen. Unglaublich…tja und dann sind wir schon an Bord der Air Namibia und fliegen nonstop nach Frankfurt. Ich habe während der Reise nicht nur einmal Gänsehaut gehabt. Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben ist einfach nur unglaublich und treibt einem Tränen in die Augen. Unser Reiseleiter Stefan hat die Reise zusätzlich zu etwas ganz Besonderem gemacht. Seine Erzählungen über die Geschichte, die Natur und über vieles mehr, haben mich sehr berührt. Ich nehme sehr viel mit nach Hause und bis sehr dankbar für diese Erfahrung.

Diese Erfahrung möchte ich gern an Sie weitergeben. Wir werden im nächsten Jahr mit Chamäleon Reisen eine14-tägige Reise anbieten. Und sollten Sie der Meinung sein, dass der Strauß ein nicht sehr kluger Vogel ist und bei Gefahr den Kopf in den Sand steckt, dann muss ich Ihnen leider sagen, dass Sie nicht richtig informiert sind. Lassen Sie sich eines Besseren belehren und begleiten Sie uns auf dieser spannenden, erlebnisreichen Reise. Gern erzähle ich Ihnen noch mehr. Rufen Sie mich jederzeit gern an!

Ihre
Nicola Ahlf
Tel.: 040 37 05 155
E-Mail: touristik@hamburgsued-reiseagentur.de

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